Sattelergonomie

Auszüge aus den Vortragsunterlagen von Peter Menet.

 

Der Sattel als Erfolgsfaktor

Der Sattel bestimmt, wie und wo der Reiter / die Reiterin getragen wird und mit welcher mechanischen Intensität dessen / deren Aktionen / Reaktionen auf das Pferd übertragen werden.



Statik - Massenschwerpunkt

Statik - Massenschwerpunkt



Sattelauflagefläche

Sattelauflagefläche

Sattelauflagefläche
Sattelauflagefläche



Absorbierung der kinetischen Energie

Absorbierung der kinetischen Energie Nur beim lockeren, losgelassenen Pferd wird die kinetische Energie optimal über Fesseltrageapparat - Ellbogengelenkt - Schultergelenk - Schultergürtel - Wirbelsäule absorbiert.



Gravitation

Gravitation Die in der Fachliteratur oft beschriebene vertikale Linie Ohr-Schulter-Hüfte-Ferse wird durch eine entsprechende Positionierung des Beckens erreicht. Hierfür ist in erster Linie die Konstruktion des Sattelsitzes verantwortlich.



Beckenpositionierung

Beckenpositionierung Die meisten Sitzfehler entstehen bereits durch falsch konstruierte, nicht dem Parameter Gravitation entsprechende Sattelsitze. Beckenfehlstellungen können nicht durch Zwangshaltungen im Oberkörper resp. in der Beinlage korrigiert werden!



"Natürliche Schiefe?"

"Natürliche Schiefe?" "Natürliche Schiefe?"



Händigkeit von Pferden und schiefe Sättel

Die Händigkeit von Pferden wird unserer Erfahrung nach oft durch die Händigkeit der Reiter verursacht. Die linke Spina eines typischen Rechtshänders liegt durchschnittlich 1 - 2 cm höher als die rechte. Als Kompensation knickt der Reiter in der linken Hüfte ein unter gleichzeitiger Rotation des Beckens nach hinten.
Als Folge davon wird der Sattel gegen die linke Seite der Wirbelsäule in Richtung rechtes Hinterbein gedrückt. Das Pferd wird so gezwungen, auf die rechte Schulter zu fallen und das linke Hinterbein zur Kompensation nach links zu bewegen.
Sehr oft wird für diesen Unterschied der Sattel verantwortlich gemacht. Die einzig mögliche Korrektur kann nur durch den Reiter erfolgen, indem er seine Hüfte wieder korrekt positioniert!



Hauptursachen der Händigkeit

Hauptursachen der Händigkeit Hauptursachen der Händigkeit



Der Sitz als Basis für optimale Abläufe

Der Sitz als Basis für optimale Abläufe Der Sitz als Basis für optimale Abläufe



Sattelpassform 1
Sattelpassform 1 Sattelpassform 1

Eine der wichtigsten Distanzen im Sattelbau ist jene vom Kopf-Eisen des Sattelbaumes horizontal zum tiefsten Punkt des Sitzes und sollte der Distanz vom hinteren Rand der Scapula bis zum tiefsten Punkt der Oberlinie des Pferdes entsprechen.


Sattelpassform 2

Sattelpassform 2 Sattelpassform 2

Die Form des Sattelbaumes muss der Oberlinie des jeweiligen Pferdes entsprechen, damit die Konturen der Sattelkissen präzis der Form des Pferderückens folgen können.
Die Wahl des Sattelbaumtyps hängt allein von jeweiligen Pferd ab. Unpassende Sattelbäume können nicht durch entsprechende Polsterung korrigiert werden.


Rückenlinien und Sättel

Rückenlinien und Sättel


Sattelpassform 4

Sattelpassform 4 Sattelpassform 4

Die Ortsspitzen des Sattelbaumes dürfen nie nach vorne gerichtet sein, sondern müssen vertikal Richtung Boden zeigen. Andernfalls wird die Bewegung der Schulter erheblich eingeschränkt.


Sattelpassform 5

Sattelpassform 5 Sattelpassform 5

Die Sattelkissen müssen von homogener, weicher Beschaffenheit sein, damit sie sich horizontal und lateral perfekt dem Pferderücken anpassen können. Nähte, Kanten und scharfe Abschlüsse dürfen das Pferd nicht berühren.


Sattelpassform 6

Sattelpassform 6 Das Kopfeisen muss so geformt sein, dass es sowohl im oberen Widerristbereich als auch bei den Ortsspitzen hinter dem Schulterbereich genügend Bewegungsfreiheit bietet.



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